Trauer in der spanischen Geologie: Experten bestätigen das endgültige Verschwinden des letzten Gletschers in der Provinz León

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Written by Emilia

15. Februar 2026

An einem der höchsten Punkte der Kantabrischen Gebirgskette ist ein Gletscher, der jahrhundertelang Bestand hatte, endgültig verschwunden.

Das Verschwinden dieses Eismassivs markiert das Ende eines einzigartigen geografischen Elements und zeigt, wie schnell die globale Erwärmung die Hochgebirgslandschaften verändert.

Abschied vom letzten Gletscher in León: Sein Verschwinden ist nun wissenschaftlich bestätigt

Das geologische Ende des alten Gletschers, bekannt als Trasllambrión, wurde am 10. Oktober 2025 nach einer Inspektion durch den Geografen Javier Santos González und die Gruppe Geopat der Universität León bestätigt.

Dieser kleine Gletscherrest befand sich unterhalb des Torre del Llambrión im Urrieles-Massiv in über 2.400 Metern Höhe. Zwei Jahrzehnte lang dokumentierte das Team der ULE seinen Rückgang durch jährliche Besteigungen, eine Beobachtung, die schließlich sein endgültiges Verschwinden bestätigte.

Wie Spanish Revolution berichtet und auch die Zeitung Diario de León aufgreift, hatte der Trasllambrión seit Ende des 20. Jahrhunderts einen ständigen Rückgang erlebt. In seiner Blütezeit umfasste er etwa zehn Hektar, aber in den 90er Jahren zeigte er bereits Anzeichen des Zerfalls.

Im Jahr 2023 umfasste er kaum mehr als einen halben Hektar und war in mehrere unzusammenhängende Blöcke fragmentiert. Die letzte Expedition fand nur noch eine kleine Eisfläche von minimaler Größe, die nicht mehr als aktiver Gletscher bezeichnet werden konnte.

Entstehung des Trasllambrión und seine klimatische Bedeutung: ein Erbe der Kleinen Eiszeit in unserem Land

Der Ursprung dieses Eiskörpers geht auf die Kleine Eiszeit zurück, eine Kälteperiode, die sich vom 14. bis zum 19. Jahrhundert erstreckte. Er ist nicht zu verwechseln mit den großen pleistozänen Gletschern, die ganze Täler wie das Sil-Tal mit einer Fläche von bis zu 450 Quadratkilometern geformt haben.

Sein Verschwinden ist mehr als nur eine wissenschaftliche Tatsache, denn es symbolisiert den Verlust eines Naturdenkmals, das die chemischen und sedimentären Spuren des vergangenen Klimas bewahrt.

Wie der European State of the Climate 2023 erinnert, erwärmt sich Europa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was das Verschwinden der Eismassen auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

In den Kantabrischen Bergen reiht sich der Trasllambrión in die Liste der bereits verschwundenen Gletscher La Forcadona und La Palanca ein, während der Jou Negro in Asturien in seinen letzten Zügen liegt.

Umweltfolgen des Gletscherschwindens: eine in nackten Fels verwandelte Landschaft

Die Lücke, die dieser Gletscher in León hinterlässt, gefährdet zwar nicht die Wasserressourcen der Region, führt jedoch zu einer tiefgreifenden Veränderung der Umgebung des Nationalparks Picos de Europa.

Ohne die regulierende Wirkung des Eises dominieren trockene Oberflächen, schnelle Versickerungen und eine karge Karstlandschaft. Als Zeugnis seiner Existenz bleiben Moränen zurück, Ansammlungen von Felsen, die die Grenzen des verschwundenen Gletschers markieren.

Die Warnung ist global: Der Gletscheratlas der UNESCO (2022) prognostiziert, dass drei von vier Gebirgsgletschern bis 2100 verschwinden könnten, selbst wenn die aktuellen Klimaziele erreicht werden.

Das Verschwinden des Trasllambrión ist ein Vorbote einer ungewissen Zukunft für alle Berge der Erde.

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Emilia Weber

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