Spuren von Leben auf dem Mars entdeckt? Neue NASA-Studie

User avatar placeholder
Written by Emilia

13. Februar 2026

Neueste Untersuchungen eines Teams von Wissenschaftlern unter der Leitung von Forschern des NASA Goddard Space Flight Center, die Daten des Marsrovers Curiosity analysierten, deuten darauf hin, dass bekannte, nicht mit der Biologie zusammenhängende Prozesse nicht in der Lage sind, die Menge der in Marsgesteinsproben entdeckten organischen Verbindungen vollständig zu erklären.

Im März letzten Jahres gaben Wissenschaftler bekannt, dass in einer der Gesteinsproben, die der Rover Curiosity im Gale-Krater entnommen hatte, geringe Mengen an Decan, Undecan und Dodecan identifiziert wurden. Dies sind die bislang größten organischen Verbindungen, die auf dem Mars entdeckt wurden. Die Forscher vermuten, dass es sich um Fragmente von Fettsäuren handeln könnte, die in alten Schlammablagerungen erhalten geblieben sind. Auf der Erde werden Fettsäuren hauptsächlich von lebenden Organismen produziert, können aber auch durch geologische Prozesse entstehen.

Die von Curiosity gewonnenen Daten ließen keine eindeutige Aussage darüber zu, ob die nachgewiesenen Moleküle durch biologische Aktivitäten entstanden sind oder das Ergebnis unbelebter Prozesse sind. Daher führte das Forschungsteam eine detaillierte Analyse potenzieller nicht-biologischer Quellen dieser Verbindungen durch, wie z. B. ihre Zufuhr zur Marsoberfläche durch Meteoriten. Ziel war es, zu überprüfen, ob diese Prozesse die in Marsgesteinen entdeckten Mengen an organischen Verbindungen erklären könnten.

Die Autoren der Studie beschlossen zu überprüfen, wie viele dieser Verbindungen einst in einer solchen Probe enthalten gewesen sein könnten.

Anhand der Ergebnisse von Laboruntersuchungen unter Verwendung von Strahlung, Daten des Curiosity-Rovers und mathematischer Modellierung drehten sie die Uhr um etwa 80 Millionen Jahre zurück. So lange war dieser Felsgestein schätzungsweise der Marsoberfläche ausgesetzt und kosmischer Strahlung ausgesetzt. Auf diese Weise konnte geschätzt werden, wie viele organische Verbindungen ursprünglich in der Probe enthalten waren, bevor sie durch die lang anhaltende Strahlung teilweise zerstört wurden. Es stellte sich heraus, dass diese Menge einige Dutzend Mal größer gewesen sein könnte und die Werte, die ausschließlich durch nicht-biologische Prozesse entstanden sein könnten, deutlich überstieg. Nach Ansicht der Autoren der Studie können weder der Beschuss mit kohlenstoffhaltigen Meteoriten noch die Prozesse in der damaligen Marsatmosphäre dies erklären.

Obwohl die Forschungsergebnisse faszinierend sind, betonen die Wissenschaftler, dass ein besseres Verständnis der Geschwindigkeit des Abbaus organischer Moleküle unter den auf dem Mars herrschenden Bedingungen noch viele weitere Analysen erfordert. Erst nach deren Durchführung wird es möglich sein, zuverlässigere Schlussfolgerungen über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Leben in der Geschichte des Roten Planeten zu ziehen. Die neuesten Entdeckungen sind jedoch ein wichtiger Schritt zur Lösung eines der größten Rätsel der modernen Wissenschaft: War der Mars einst ein Ort, an dem Leben möglich war? Weitere Untersuchungen, sowohl im Labor auf der Erde als auch im Rahmen künftiger Marsmissionen, sollten uns der Antwort auf diese Frage näher bringen.

Image placeholder

Emilia Weber

Ich bin Emilia, das Herz von Haidenaab. Als leidenschaftliche Sammlerin und Astronomie-Fan durchsuche ich die Welt nach dem Besonderen. Von archäologischen Funden und Weltraum-News bis hin zu den besten Shopping-Deals: Ich teile mit Ihnen nur das, was mich selbst begeistert und einen echten Mehrwert bietet. Neugier ist mein Kompass – lassen Sie uns gemeinsam entdecken!