Wenn es Ende Februar und Anfang März langsam wärmer wird, juckt es vielen Hobbygärtnern in den Fingern. Zeit, den etwas zerzausten Wintergarten fit für die neue Saison zu machen. Mit diesen Tipps startest du in die große Frühjahrspflege und weißt, welche Aufgaben du schon jetzt angehen kannst – und was besser noch etwas warten sollte.
1. Starte mit der ersten Aufräumrunde
Sammle zunächst herabgefallene Äste, Laub und anderen Unrat ein, der sich über den Winter angesammelt hat. So bekommst du schnell einen guten Überblick über den Zustand deines Gartens.
Schneide außerdem vertrocknete Stängel von Stauden zurück, sobald du neue grüne Triebe aus dem Boden sprießen siehst.
2. Unkraut frühzeitig bekämpfen
Sobald die Temperaturen steigen, erwacht auch das überwinterte Unkraut. Warte nicht, bis die unerwünschten Pflanzen groß geworden sind, sondern entferne sie möglichst früh.
Wenn du Unkraut früh in der Saison – möglichst ohne chemische Mittel – entfernst, verhinderst du, dass es sich stark ausbreitet. Das spart im Sommer viel Arbeit.
3. Grüne Beläge auf Platten entfernen
Algen- und Moosbeläge auf Steinplatten können sehr rutschig werden. Du musst dafür aber nicht sofort zum Hochdruckreiniger greifen.
Nimm stattdessen eine harte Bürste oder einen Straßenbesen, etwas feinkörnigen Sand und Wasser. Mit dem Sand scheuerst du die Beläge schonend ab. Das ist umweltfreundlich, schont die Platten und ist deutlich leiser – ideal, um dabei den ersten Vogelgesang zu genießen.
4. Boden mulchen und nähren
Gesunder Boden ist die Basis für einen blühenden Garten. Arbeite etwas Kompost oder gut verrotteten Stallmist in die Beete ein, um sie mit Nährstoffen zu versorgen. Es reicht, das Material leicht in die oberste Bodenschicht einzuarbeiten.
Regenwürmer erledigen den Rest und ziehen das organische Material nach und nach tiefer in den Boden.
5. Gartenwerkzeuge überprüfen
Gut gepflegte Werkzeuge sind für jeden Gärtner wichtig. Der frühe Frühling ist ideal, um alles wieder scharf und funktionsfähig zu machen.
Schleife die Gartenschere, öle Gelenke und Holzstiele und tausche verschlissene Teile aus. So ist alles einsatzbereit, wenn die Gartenarbeit richtig losgeht.
6. Tieren im Garten helfen
Mit einer behutsamen Frühjahrsreinigung machst du deinen Garten zu einem Paradies für Nützlinge. Reinige Nistkästen, hänge Insektenhotels auf oder stelle eine flache Vogeltränke auf.
Diese tierischen Helfer unterstützen dich später dabei, Schädlinge in Schach zu halten. Achte aber darauf, keine Tiere zu stören, die noch in Winterruhe sind – nicht alle sind schon aktiv.
7. Neue Pflanzungen planen
Wenn der Garten aufgeräumter ist, siehst du besser, welche Pflanzen den Winter gut überstanden haben und wo noch Platz für Neues ist.
Plane jetzt schon, welche Stauden, Sträucher oder Gemüsearten du ergänzen möchtest, damit du bereit bist, sobald Gärtnereien und Baumschulen ihre Saison starten.
8. Vertrocknete Pflanzenreste noch liegen lassen
So verlockend es ist, wirklich alles restlos zu säubern: Alte Stängel und Laub bieten vielen nützlichen Insekten noch Schutz.
Warte mit der gründlichen Feinreinigung möglichst bis Ende März. Dann hatten Marienkäfer und andere kleine Helfer genug Zeit, aus ihren Winterverstecken hervorzukommen.
9. Schneiden – aber nicht zu früh
Falsch gewählte Schnitttermine sind ein häufiger Fehler. Sei vorsichtig, wenn du Sträucher wie Hortensien schneiden möchtest. Warte idealerweise bis April oder Mai, wenn das Risiko für Nachtfrost geringer ist.
Frühjahrsblühende Sträucher wie zum Beispiel Forsythien solltest du erst nach der Blüte schneiden, damit du dir die aktuelle Blütenpracht nicht nimmst.
10. Mit Dünger sparsam umgehen
Pflanzen, die jetzt austreiben, können etwas zusätzliche Kraft gebrauchen – aber in Maßen. Zu viel Dünger im frühen Frühjahr kann Wurzeln schädigen und das Wachstum aus dem Gleichgewicht bringen.
Verwende am besten organischen Dünger und dosiere ihn zurückhaltend.
11. Rasen nach dem Winter wiederherstellen
Der Winter setzt dem Rasen oft zu. Im Frühling kannst du abgestorbenes Gras und Moos mit einem Rechen entfernen.
Wichtig: Nur arbeiten, wenn der Boden nicht gefroren oder sehr nass ist. Sonst riskierst du, die Wurzeln zu beschädigen und den Boden zu stark zu verdichten.
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