3 einfache Gewohnheiten mit dem Trockner, die die Stromrechnung drastisch senken

Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 300 kWh pro Jahr gehört der Wäschetrockner zu den größten Stromfressern im Haushalt. Er kann allein für einen spürbaren Anteil der Stromkosten bei den Großgeräten verantwortlich sein – oft sogar für etwa doppelt so viel wie die Waschmaschine. Mit ein paar kleinen Verhaltensänderungen lässt sich dieser Posten jedoch deutlich senken.

Trommel richtig füllen: Die Routine, die den Unterschied macht

Dieses Vorgehen empfehlen praktisch alle Hersteller – und das aus gutem Grund: Eine Trommel, die etwa zu drei Vierteln gefüllt ist, bietet das beste Verhältnis zwischen Effizienz und Verbrauch.

Ist die Wäsche zu stark gestopft, kann die warme Luft nicht richtig zirkulieren. Die Trocknungszeit verlängert sich, der Energieverbrauch steigt und das Ergebnis wird schlechter. Eine fast leere Trommel verschwendet dagegen ebenfalls Strom, weil für wenig Wäsche der gleiche Aufwand betrieben wird.

In der Praxis ist es sinnvoller, zwei gut gefüllte, ausgewogene Durchgänge zu starten als eine überladene Ladung: Die Wäsche trocknet schneller, die Fasern werden weniger strapaziert und der Trockner hält länger.

Wartung: Ein unterschätzter Weg zur Ersparnis

Das Flusensieb muss nach jedem Trockengang geleert werden. Das ist die goldene Regel, auf die alle Hersteller hinweisen. Ist das Sieb verstopft, zirkuliert die Luft schlechter, die Trocknungszeit steigt und der Energieverbrauch schießt in die Höhe.

Zusätzlich können Trocknerbälle die Trocknungszeit um bis zu rund ein Viertel verkürzen, weil sie die Wäschestücke voneinander trennen und die Luft besser zirkulieren kann.

Bei Modellen mit Kondensator sollte dieser etwa einmal im Monat ausgespült werden. Auch die Feuchtigkeitssensoren sollten regelmäßig abgewischt werden, damit das Programm exakt dann stoppt, wenn die Wäsche trocken ist und nicht unnötig weiterläuft. Ein gut gepflegter Trockner kann so 10 bis 15 Jahre zuverlässig arbeiten.

  • Trommel nur zu etwa 3/4 füllen
  • Flusensieb nach jedem Trocknen reinigen
  • Kondensator monatlich ausspülen
  • Feuchtigkeitssensoren regelmäßig abwischen
  • Programme mit niedriger Temperatur nutzen

Niedrige Temperatur: Gut für Geldbeutel und Kleidung

Ein Programm mit niedriger Temperatur oder ein Schonprogramm hat gleich zwei Vorteile. Energetisch wird das Heizelement weniger belastet, was den Stromverbrauch senkt. Textilseitig werden die Fasern geschont: Die Gefahr des Einlaufens sinkt, Farben bleiben länger kräftig und es bilden sich weniger Fusseln und Knötchen.

Ein weiterer Tipp: Die Wäsche aus dem Trockner nehmen, wenn sie noch leicht feucht ist, und kurz aufhängen. Das erleichtert das Bügeln und kann die Trocknungszeit um viele Minuten verkürzen.

Wer einen Tarif mit schwankenden Strompreisen nutzt, kann zusätzlich sparen, indem der Trockner in Zeiten mit niedriger Netzbelastung läuft, wenn der Kilowattstundenpreis deutlich günstiger ist.

Eine Investition, die sich selbst bezahlt

Der Unterschied im Verbrauch zwischen verschiedenen Modellen ist enorm. Ein Wärmepumpentrockner der Effizienzklasse A+++ benötigt nur etwa die Hälfte des Stroms eines älteren, schlechter eingestuften Geräts. Daraus ergibt sich über das Jahr hinweg eine deutlich geringere Stromrechnung.

Ein Gerät der Klasse A+++ kann mit rund 159 kWh pro Jahr auskommen, während ein Trockner der Klasse C bis zu etwa 578 kWh verbrauchen kann. Über die gesamte Lebensdauer eines Trockners von etwa acht Jahren kann die Differenz bei den reinen Betriebskosten mehrere Tausend Kronen oder Euro ausmachen. Die anfänglich höheren Anschaffungskosten relativieren sich dadurch deutlich – besonders in Haushalten, in denen der Trockner mehrmals pro Woche läuft.

Wer die Trommel richtig belädt, für eine gute Wartung sorgt und bei möglichst niedrigen Temperaturen trocknet, kann die Trockenkosten leicht halbieren und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer von Kleidung und Gerät.