Wissenschaftler finden in einem Moor Tausende von 2.300 Jahre alten keltischen Münzen

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Written by Emilia

17. Februar 2026

Der außergewöhnlich gute Erhaltungszustand der Stücke macht den Fund zu einem der bedeutendsten in der keltischen Numismatik

Eine archäologische Entdeckung ohne Präzedenzfall hat die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern und Historikern auf der ganzen Welt auf sich gezogen: In einem Moor in Mitteleuropa wurden Tausende von keltischen Gold- und Silbermünzen gefunden, die etwa 2.300 Jahre alt sind und mehr als zwei Jahrtausende lang unter Wasser verborgen waren.

Dieser Fund, der als einer der bedeutendsten Schätze der Eisenzeit gilt, die in jüngster Zeit entdeckt wurden, liefert neue Erkenntnisse über die rituellen und wirtschaftlichen Praktiken der alten keltischen Gesellschaften.

Die Entdeckung der unter Wasser versunkenen keltischen Münzen

Der Fundort war ein Moor, das historisch für seine Heiligkeit für prähistorische Völker bekannt war, die überfluteten Dolinen des Bärenfelsmoors. Dort führten Archäologen und Freiwillige Ausgrabungen durch, nachdem sie Anomalien im Gelände und Anzeichen für alte Fundstätten entdeckt hatten.

Zur Überraschung der Forscher verbargen der Schlamm und das Wasser, die den Ort jahrhundertelang konserviert hatten, Tausende von keltischen Münzen, einige davon aus massivem Gold, die außergewöhnlich gut erhalten waren.

Der Fund wurde von einem internationalen Archäologenteam bekannt gegeben, das seit Monaten das Gebiet untersuchte, in dem bereits zuvor antike Metallgegenstände entdeckt worden waren. Unter den geborgenen Objekten befinden sich ganze und gebrochene Staters, typische Münzen der keltischen Kultur der Eisenzeit, die einen beträchtlichen symbolischen und wirtschaftlichen Wert haben.

Laut Archaeology Baselland stammen die Stücke aus der Mitte und der zweiten Hälfte des3. Jahrhunderts v. Chr. und sind Teil einer Gruppe von etwas mehr als 20 Exemplaren in der ganzen Schweiz. Das heißt, sie stammen aus einer Zeit intensiver kultureller und kommerzieller Beziehungen in Europa, in der die keltischen Völker Kontakt zu den mediterranen Kulturen hatten, darunter auch zu den Griechen und Mazedoniern.

Einige Experten vermuten, dass die Einführung von Münzen in Mitteleuropa in direktem Zusammenhang mit keltischen Söldnern steht, die von Feldzügen in Griechenland zurückkehrten und Elemente des griechischen Währungssystems mitbrachten. Eine der Münzen wiegt 7,8 Gramm, während die andere nur 1,86 Gramm auf die Waage bringt. Beide sind in einem außergewöhnlich guten Zustand, sodass ihre Motive und ihre Herkunft eindeutig identifiziert werden konnten.

Die gefundenen Stücke zeigen deutliche Hinweise auf diesen Einfluss: Viele der Stateren weisen Ikonografien auf, die an mazedonische Münzen erinnern, mit Darstellungen klassischer Götter und Motiven von Pferden oder Wagen, allerdings angepasst an den künstlerischen Stil der keltischen Völker. All dies deutet darauf hin, dass die Kelten nicht nur das Konzept der Münze übernahmen, sondern es mit ihrer eigenen visuellen und symbolischen Sprache neu interpretierten.

Die Bedeutung des Fundes für die Archäologie

Die Entdeckung von Tausenden von keltischen Münzen, die mehr als 2.300 Jahre alt sind, ist ein Meilenstein für die Archäologie in Europa. Sie erweitert nicht nur den Katalog antiker Münzobjekte, sondern bietet auch neue Einblicke in die soziale, religiöse und wirtschaftliche Struktur der keltischen Völker. Bislang war bekannt, dass die Kelten Münzen hauptsächlich im Handel verwendeten, aber dieser Fund deutet auf eine komplexere und symbolischere Verwendung des Metalls hin.

Aufgrund ihres Erhaltungszustands werden viele der Münzen einer detaillierten Analyse unterzogen, um ihre Zusammensetzung, Herkunft und mögliche Handelswege zu identifizieren.

Die ersten Untersuchungen haben besonderes Interesse bei Numismatikern geweckt, die in diesen Stücken eine greifbare Verbindung zwischen verschiedenen Kulturräumen des europäischen Kontinents während der Eisenzeit sehen.

Die archäologischen Behörden haben bereits angekündigt, dass ein Teil des Schatzes in Spezialmuseen ausgestellt wird, damit die Öffentlichkeit diese einzigartigen historischen Stücke aus nächster Nähe betrachten kann. Die Ausstellung wird Erläuterungen zum Kontext des Fundes, zur Bedeutung der Münzen und zu ihrem Zusammenhang mit den Glaubensvorstellungen und der Wirtschaft der Antike enthalten.

Initiativen dieser Art fördern also nicht nur die Erhaltung des archäologischen Erbes, sondern wecken auch das Interesse der jüngeren Generationen für die alte Geschichte.

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Emilia Weber

Ich bin Emilia, das Herz von Haidenaab. Als leidenschaftliche Sammlerin und Astronomie-Fan durchsuche ich die Welt nach dem Besonderen. Von archäologischen Funden und Weltraum-News bis hin zu den besten Shopping-Deals: Ich teile mit Ihnen nur das, was mich selbst begeistert und einen echten Mehrwert bietet. Neugier ist mein Kompass – lassen Sie uns gemeinsam entdecken!